Seniorenfreundlicher Betrieb

Zertifizierter seniorenfreundlicher Betrieb „Reifenservice Dengler“

Schwarzwälder-Bote, 09.10.2012

Torsten Dengler (Mitte) darf seinen Reifenservice jetzt als zertifizierten, seniorenfreundlichen Betrieb bewerben.

Von Babette Staiger

Wildberg. Der Städtische Seniorenrat zog vor vier Monaten aus, um Wildberger Betriebe auf Seniorenfreundlichkeit einzuschwören. Diejenigen, die bei der Aktion „Seniorenfreundlicher Service in Wildberg“ mitgemacht haben, sind nun für zwei Jahre zertifiziert.

So auch Torsten Dengler, der in Wildberg-Effringen einen Bereifungsservice betreibt. Den wichtigsten Vorteil, den er für seine Zertifizierung in die Waagschale werfen kann: sein Abhol- und Bringservice. Jetzt prangt sein Aufkleber gut sichtbar an der Werkstatt-Garage. Acht weitere Betriebe haben sich dieses Zertifikat verdient. Der Aufwand war für sie eigentlich gering: Den Kunden wurden Fragebögen mitgegeben, in denen verschiedene, an die jeweilige Branche angepasste Kriterien zu Service und Kundenfreundlichkeit abgefragt wurden. Kriterien, die für ältere Mitbürger sehr wichtig sind, wenn sie Dienstleistungen wahrnehmen wollen. Der städtische Seniorenrat erstellte zwei Fragebögen, den einen angepasst an den Handel, den anderen an das Handwerk. Während bei Ladengeschäften vor allem Kriterien wie Barrierefreiheit, Sitzgelegenheiten und eine freundliche, fachgerechte Beratung wichtig waren, standen beim Handwerk Fragen nach klar gegliederten Kostenvoranschlägen oder nach einer eindeutigen Auftragsbeschreibung im Vordergrund. Um zertifiziert zu werden, musste jeder Betrieb mindestens 60 Punkte erreichen.

Einen großen Aufwand stemmten Ehrenamtliche vom und rund um den Städtischen Seniorenrat: Gabriele Meyer, Erhard Wacker, Friedrich Waiblinger und Hansjörg Hummel. Man brütete über den passenden Fragen, überlegte sich, wen man anschreiben solle. „Große Unterstützung haben wir von der Stadtverwaltung Wildberg erhalten, sie verschickte für uns Anschreiben und Fragebögen an die Betriebe“, sagt Gabriele Meyer.

Der Rücklauf war unterschiedlich. Bei manchen Betrieben klappte es mit der Verteilung der Fragebögen reibungslos, bei anderen war man nicht so hinterher.

Gabriele Meyer und Erhard Wacker waren in jüngster Zeit vor allem unterwegs, um die Zertifikate zu verteilen, so wie bei Torsten Dengler. Allerdings hatten sich von 100 angeschriebenen Wildberger Betrieben nur neun dazu entschieden, mitzumachen. „Das ist ja eine freiwillige Aktion, und die Betriebe haben ja auch den Vorteil, zwei Jahre lang mit diesem Zertifikat werben zu können“, betont Wacker. Er und Gabriele Meyer sind entschlossen, die Aktion in zwei Jahren nochmals aufzulegen.